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Laufende Projekte

„Bildung – Beteiligung – Entwicklung. Empirische und hermeneutische Analysen zur Funktion von Schule als institutionellem Akteur in der Weltgesellschaft

Kurzbeschreibung:
Im schultheoretischen Diskurs wird Schule die Funktion zugeschrieben, jene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die für ein Leben in einer bestimmten Gesellschaft sowie eine aktive Partizipation an dieser Gesellschaft nötig sind. Im Zuge des in ökonomischer, ökologischer, politischer und kultureller Hinsicht relevant gewordenen Phänomens der „Globalisierung“ wird dieser vormals in nationalstaatlicher Semantik geführte Diskurs nun auch in weltgesellschaftlicher Semantik geführt und schulische Bildung dabei in Beziehung gesetzt mit der Herstellung weltgesellschaftlicher Anschlussfähigkeit. Im Fokus stehen dabei zum einen das lernende Individuum und seine aktive Teilhabe an Weltgesellschaft. Zum anderen wird dieses individuelle Lernen gleichzeitig auch in den Anspruch einer (welt-)gesellschaftlichen Entwicklung eingebettet und somit eine gegenseitige Bedingtheit von Bildungsmöglichkeiten, Partizipationsperspektiven und Gesellschaftsentwicklung konstruiert. Eine bildungstheoretische Fundierung dieser Relationierung fehlt bisher. In diesem Habilitationsvorhaben wird daher untersucht, wie sich internationale bildungspolitische Diskurse zu derjenigen Schul- und Unterrichtspraxis verhalten, die explizit für sich beansprucht, an Weltgesellschaft anschlussfähig zu machen. Die In-Beziehung-Setzung von Diskurs und Bildungspraxis erfolgt über die Kontrastierung

  • einer diskursanalytischen Untersuchung bildungspolitischer Strategiepapiere, die auf globaler Ebene verortet sind und damit die weltgesellschaftliche Verortung schulischer Bildung auch in sich selbst abbilden, mit
  • Wirkungsevaluationen, die sich auf ausgewählte schulische Maßnahmen innerhalb dieser Diskurse beziehen.

Ressortforschungsvorhaben „Wirkungen und Wirkungsbeobachtung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit“

Fördergeber: Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Volumen: 150.000 €
Laufzeit: 05/2016-01/2019
Eigene Position: Mitantragstellerin Weitere Beteiligte: Dr. Jean-Marie Krier (KommEnt GmbH); Susanne Höck (EOP Freising); Eva Quiring (EQ-EvaluationsGmbH); Bernward Causemann (Causemann Consulting)
Kurzbeschreibung: Unsere globalen Lebensräume und Alltagswelten entwickeln sich in immer komplexeren Zusammenhängen. Sichere Gewissheiten werden brüchig, neue Orientierungen sind nur selten zu erkennen bzw. müssen gefunden werden. So wird es immer schwerer, auf neue Herausforderungen sinnvolle pädagogische Antworten zu finden, die es ermöglichen, das Wissen und die Verhaltensweisen für eine zukunftsorientierte Lebensweise zu vermitteln. Die entwicklungspolitische Inlandsarbeit stellt sich dieser Herausforderung und blickt dabei auf eine etwa 40-jährige konzeptionelle Entwicklungsgeschichte zurück. Gleichzeitig gibt es jedoch erst wenig empirische Forschung, die die Wirkungen dieser Inlandsarbeit systematisch in den Blick nimmt. Das Forschungsvorhaben zielt daher darauf ab, eine Indikatoren-gestützte Wirkungseinschätzung von Maßnahmen entwicklungspolitischer Inlandsarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich zu ermöglichen und entscheidungsrelevantes Wissen bereit zu stellen, um entwicklungspolitische Inlandsarbeit in ihren jeweiligen heterogenen Organisations- und Arbeitsbezügen sinnvoll planen und bewerten zu können. Im Kern der Arbeit steht, für die entwicklungspolitische Inlandsarbeit ein empirisch fundiertes Wirkungsmodell zu entwickeln, in welchem die zentralen Wirkungszusammenhänge dieses Arbeits-bereichs abgebildet sind. Die Studie, die acht real durchgeführte Projekte aus dem Feld der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit als Datengrundlage nutzt, bringt neben stark strukturierten, messorientierten Verfahren auch qualitative, erfahrungsorientierte Ansätze zum Einsatz.