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Abgeschlossene Projekte

Geschlecht und Pädagogik im mono- und koedukativen Unterricht

Die Studie zusammen mit Prof. Dr. Jürgen Budde (Universität Flensburg) (2012-2014, Auftraggeber: Sießener Schulen GmbH) widmet sich der Frage nach dem Umgang und den Effekten in drei parallelen 5. Klassen an einem Gymnasium der Sießener Schulen GmbH im Schuljahr 2011/2012 in Bezug auf Geschlecht. Es handelt sich dabei um je eine Jungen- eine Mädchen- sowie eine gemischtgeschlechtliche Klasse. Als Fokus sind Schul‐ und Klassenklima, Geschlechterkonzepte sowie pädagogisch‐didaktische Dimensionen gesetzt, die detaillierte Aussagen über das Geschehen und mögliche Effekte der unterschiedlichen Klassenkonstellationen ermöglichen.

Budde, J., Kansteiner, K. & Bossen, A. (2016). Zwischen Differenz und Differenzierung. Erziehungswissenschaftliche Forschung zu Mono- und Koedukation. Wiesbaden: Springer.

Personalentwicklung als Führungsaufgabe von Schulleitungen

Das internationales Forschungsprojekt zusammen mit den PHn St. Gallen (Schweiz) und Vorarlberg (Österreich) (2012-2014, Drittmittelgeber Internationale Bodenseehochschule IBH) fragt nach den Gelingensbedingungen von Personalentwicklung als Führungsaufgabe der Schulleitungen. Dabei werden die Praxis der Personalentwicklung als Schulleitungsaufgabe, ihre Akzeptanz bei Lehrpersonen sowie strukturelle wie kulturelle Einflüsse der Einzelschule und kontextbezogene Einflüsse regionaler Unterschiede auf diese Schulleitungstätigkeit im Kanton St.Gallen (CH), Bundesland Baden-Württemberg (D) sowie Vorarlberg (A) untersucht. Die Erkenntnisse erlauben Rückschlüsse auf die Bedeutung des Führungskontextes für die Ausgestaltung und Akzeptanz von Personalentwicklung zu ziehen und systembezogene, länderübergreifende, länderspezifische sowie schulartenspezifische Ausprägungen von Personalentwicklung und Stärkenprofile gelingender Personalentwicklung in unterschiedlichen Kontexten zu ermitteln.

Steger Vogt, E. , Kansteiner. K. & Pfeifer, M. (Hrsg.) (2014). Gelingende Personalentwicklung in der Schule. Innsbruck: Studienverlag.

WiWi - Willkommen in der Wissenschaft - Forschendes Lernen von Anfang an

Im IQF Projekt zusammen mit Prof. Dr. Jörg Stratmann und Prof. Dr. Ursula Pfeiffer-Blattner (2013-2016, Auftraggeber Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ) wurde eine Lernumgebung entwickelt und erprobt, die Studierende, die neu an der Hochschule sind, frühzeitig an wissenschaftliche Methoden und eine forschungsorientiere Haltung heranführt. Ein Vorstudium und neu akzentuierte Bausteine im ersten Modul der Bildungswissenschaften sowie eine eigens dafür entwickelte Selbstlernumgebung suchen den Kompetenzaufbau der Studierenden hinsichtlich ihrer Reflexionsfähigkeit und ihrer Selbstlernkompetenz zu unterstützen und sie mit dem kooperativen Lernen und Arbeiten als wichtige Kompetenzen für die spätere Lehrtätigkeit früh vertraut werden zu lassen. Parallel blickte das Projekt auf die Interessen der Dozierenden und entsprechenden Weiterbildungsangeboten. Die Studierenden wurden in einer längsschnittlichen Perspektive mit standardisiertem Fragebogen (deskriptive Auswertung) und problemzentrierten Interviews (inhaltsanalytische Auswertung) befragt. Es kommt ferner ein Usability-test zum Einsatz. Das Projekt wurde von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) als Good Practice-Beispiel ausgewählt:

Kansteiner, K., Lang, S., Münzinger, J. & Stratmann, J. (2014). Willkommen in der Wissenschaft. In HRK Hochschulrektorenkonferenz: Projekt Nexus: Lehrerbildung heute. Impulse für Studium und Lehre, S. 34-35. URL: http://www.hrk-nexus.de/material/publikationen/

Schulentwicklung – auf dem Weg zur geschlechtergerechten Schule

Die Schulevaluation am Eugen-Bolz-Gymnasiums Rottenburg (2011) zur Frage nach Geschlechtergerechtigkeit im Rahmen der koedukativen Organisationsform untersuchte solchen Aspekten, die aus der Koedukationsforschung bekannt sind, ein unausgeglichenes Geschlechterverhältnis mit zu produzieren: (1) die Gestaltung von Unterricht in didaktisch-methodischer Hinsicht sowie die Unterstützung und Beurteilung der Schüle*innenleistung durch die Lehrkräfte, (2) das Aufmerksamkeitsverhalten und die Rückmeldeart von Lehrkräften im Unterricht sowie (3) der Umgang unter Klassenkamerad*innen in Situationen, bei denen davon ausgegangen werden kann, dass sie im täglichen Schulleben der Jugendlichen bedeutsam sind und zu ihrer Schulzufriedenheit und ihrem Schulerfolg beitragen.Die Daten wurden erhoben über einem Schülerfragebogen, einen Lehrer*innenfragebogen, der auch die Arbeit mit Vignetten umfasste, sowie ein Fragekatalog offener Fragen an Vertreter*innen aus Kollegium, Schulleitung und Elternschaft. Ferner wurde die Aufgabenverteilung im Kollegium statistisch erfasst.

Weiterqualifizierung für schulische Führungskräfte und Lehrkräfte, die sich für Führungspositionen und Funktionsstellen interessieren

Die Forschungsstelle für Schulpädagogik für Schulpädagogik und der Tübinger Akademie für Fortbildung TAFF (2004-2011 zusammen mit Projektleitung Christoph Huber) bot in Zusammenarbeit mit dem Ruth-Cohn-Institut ein zweieinhalbjähriges Qualifizierungsprogramm für schulische Führungskräfte an, das in fünf Modulen zentrale Fragestellungen der Leitung und Führung von Schule bearbeitet und in den schulischen Alltag transferiert.Für die Durchführung lag das Konzept der Themenzentrierten Interaktion zugrunde. Jeder Qualifizierungsdurchgang wurde mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens sowie phasenweise teilnehmender Beobachtung wissenschaftlich begleitet.

Evaluation der Kooperativen Oberstufe (KORST) im Kanton Zug

Im internationalen Forschungsprojekt unter Projektverantwortung von Herrn Prof. Dr. Hans-Ulrich Grunder mit Schulen der Sekundarstufe 1 im Kanton Zug (Schweiz) (2003-2004, Auftraggeber:
Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug (Schweiz)/Amt für gemeindliche Schulen) zur Evaluation der Wirkung und Akzeptanz der Schulstrukturänderung zur Kooperativen Oberstufe. Befragt wurden u.a. Schüler*innen per standardisiertem Fragebogen, Schulleiter*innen mit leitfragengestützten Interviews und Schulpräsident*innen mit schriftlichen Interviews.

Beurteilen und Fördern im Kanton Zug: Evaluation der Versuchsphase

Das internationale Forschungsprojekt mit schweizer Multiplikator*innen im Bereich Leistungsbeurteilung unter der Projektverantwortung von Herrn Prof. Dr. Hans-Ulrich Grunder (2002, Auftraggeber: Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug (Schweiz)/Amt für gemeindliche Schulen) verfolgte das Ziel, die Einstellung und Erfahrungen einer Mediator*innengruppe (42 Lehrkräfte) zur eigenen Praxiserprobung im Rahmen der Weiterbildung in alternativen Formen der Leistungsbeurteilung zu ermitteln. Ferner wurde ein Vorschlag für ein realisierbares Gesamtkonzept zur Verbreitung der neuen Formen der Leistungsdokumentation und -beurteilung entwickelt.

Übereinstimmungen und Unterschiede im Führungsverhalten von Schulleiterinnen und Schulleitern

Die Untersuchung im Rahmen der Dissertation (1999-2002) überprüfte empirisch, worin Frauen und Männer in der Schulleitung – gemessen an Ansprüchen moderner Führung – in ihrer Personalführung übereinstimmen bzw. worin sie sich unterscheiden. Ferner wurde danach gefragt, wie unterstützend die Lehrkräfte dieses Führungsverhalten erleben. Über einen standardisierten Fragebogen, der an Lehrkräfte aller Schularten in Baden-Württemberg gerichtet war, wurden auf der Basis der Aussagen von Lehrkräften die Führungsprofile der Vorgesetzten erstellt und in einen Vergleich gebracht.

Kansteiner-Schänzlin, K. (2002). Personalführung in der Schule - Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der Schulleitung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.